Am Samstag den 21. November 2026, bietet Bernhard Wilde in Kooperation mit der Schule für Obstbaumpflege einen Tageskurs zum Jungbaumschnitt nach Oeschberg auf einem Hof in Gera-Poris-Lengefeld an. Von 9:30 bis 16:30 Uhr bekommt ihr einen kompakten Einstieg in die Erziehung und den Schnitt junger Obstbäume. Der Kurs richtet sich an alle, die keine bis wenig Vorerfahrungen haben und das Thema erst einmal kennenlernen möchten.
Ein Oeschberg-Baum soll über Jahrzehnte hohe Fruchtlasten in guter Qualität tragen, ohne dass Äste brechen. Dafür braucht er eine lichte und zugleich stabile Krone. Ob das gelingt, entscheidet sich zu einem großen Teil in den ersten Standjahren. In dieser Phase werden Obstbäume häufig kaum oder ohne klares Ziel geschnitten. Wer den jungen Baum regelmäßig pflegt und sich dabei an seinen natürlichen Wuchsgesetzen orientiert, erspart ihm später große Korrekturschnitte, die große Wunden verursachen.
Was ihr erwarten könnt
Ganz offen: An einem Tag werdet ihr den Obstbaumschnitt nicht lernen. Es macht aus unserer Sicht auch nicht so viel Sinn, die wertvolle Zeit vor Ort mit zu kurzen praktischen Übungen zu den doch sehr zahlreichen Handwerkstechniken zu verbringen. Im Tageskurs konzentriert sich Bernhard darauf, euch möglichst viel Input direkt am Baum und zum Oeschbergschnitt zu geben. Ihr bekommt einen kompletten Einstieg und Überblick zum Thema Jungbaumschnitt.
Theorie
Ziele und Grundlagen des Obstbaumschnitts nach Oeschberg
Obstarten, Standortbedingungen und Pflanzabstände
Werkzeug, Ausrüstung und Arbeitssicherheit
Praxis an den Bäumen
Anfangs werden sehr junge Bäume vorgeschnitten und anschließend ältere und umfangreichere Jungbäume. Im direkten Vergleich seht ihr, wie sich die Schnittentscheidungen über die ersten Standjahre verändern. Die meisten Bäume auf dem Hof wurden bereits geschnitten. Ihr schaut euch also Kronen an, in denen schon eine Struktur angelegt ist. Bei ungepflegten Bäumen erkennt man vor lauter Korrekturbedarf die Grundidee kaum. Für einen Einstieg sind die Bäume also ideal.
Selbstständig schneiden könnt ihr nach diesem Tag noch nicht, dafür ist das Handwerk zu umfangreich. Ihr nehmt aber ein klares Bild davon mit, nach welchen Regeln ein Jungbaum aufgebaut wird, welche Schnitttechniken ihr verwendet und wo die Herausforderungen liegen.
Der Kursort
Der Kurs findet auf einem Hof im Geraer Ortsteil Poris-Lengefeld statt. Zum Hof gehört eine große Fläche mit alten und jungen Obstbäumen. Die Familie die dort lebt, freut sich über den Besuch. Eine Toilette ist vorhanden. Bei starkem Regen können wir voraussichtlich in eine Scheune oder ein kleines Gewölbe ausweichen. Den genauen Treffpunkt geben wir euch kurz vor dem Kurs per Mail bekannt.
Kosten und Organisation
Der Kurs kostet nach dem Solidarprinzip 30 bis 60 € pro Person und wird bar vor Ort bezahlt. Welchen Betrag ihr in diesem Rahmen zahlt, legt ihr nach euren finanziellen Möglichkeiten selbst fest. Bringt das Geld bitte möglichst passend mit. Der Kurs findet ab 6 Anmeldungen statt, es gibt höchstens 13 Plätze.
Ein Großteil des Tages findet draußen statt. Kommt in Kleidung, die auch bei nasskaltem Novemberwetter warm hält, und in festen Schuhen. Um eure Verpflegung für den Tag kümmert ihr euch selbst. Eine Thermoskanne mit heißem Tee hilft bei solchem Wetter sehr.
Euren Platz könnt ihr unten reservieren. Wenn ihr doch nicht kommen könnt, meldet euch bitte unbedingt direkt ab, damit der Platz an jemand anderen vergeben werden kann.