Der Thomashof liegt etwa 70km nördlich von Berlin auf halber Strecke zwischen Oranienburg und Templin. Die Schule für Obstbaumpflege veranstaltet dort in dieser Saison:
Die Schule für Obstbaumpflege bietet bundesweit Lehrgänge, Kurse und Seminare im Obstbaumschnitt, Weiterbildungen für Baumpflegende sowie Fachkräfte aus dem Garten- und Landschaftsbau, Kommunen und Behörden an. Sollten die Kurse am Thomashof für die aktuelle Kurssaison bereits vorbei sein, schaut euch gerne unsere Kursübersicht für Brandenburg & Berlin an und tragt euch für unseren Newsletter ein, damit wir euch in der kommenden Saison frühzeitg informieren können.
Alle wichtigen Infos für Teilnehmer*innen, die an einem Kurs in Zehdenick, Landkreis Oberhavel bei Berlin teilnehmen.
Neben den Kursen hier vor Ort, bieten wir deutschlandweit viele weitere Kursformate an.
Bereits angesetzte Termine der Schule für Obstbaumpflege für Kurse in der aktuellen Kurssaison.
Der Thomashof in Klein Mutz bei Zehdenick liegt etwa 70km nördlich von Berlin, auf halber Strecke zwischen Oranienburg und Templin. Er bietet uns für die Obstbaumschnittkurse einen vielfältigen Baumbestand, ganz unterschiedlicher Stadien. Halbstämme, Niederstämme und Hochstämme in unterschiedlichen Altersklassen, dazu ein Altbestand aus Sauer- und Süßkirsche, Pflaume und Apfel, die vor über fünfzehn Jahren gepflanzt wurden. Diese Bäume sind gut gewachsen, habe aber teilweise etwas Pflegerückstand.
Unser Ausbilder Marco Bartsch kennt den Hof seit fünf Jahren aus der täglichen Arbeit. Er hat den Gemüsegarten dort mit angelegt, Bäume mitgepflanzt und die Entwicklung der Flächen über Jahre begleitet.
Der Thomashof ist ein regionaltypischer Vierseithof im Angerdorf Klein Mutz, einem Ortsteil von Zehdenick im Landkreis Oberhavel. Seit 2008 ist er im Besitz von Heike und Jörg Thomas, die den Hof über die Jahre Schritt für Schritt saniert und wiederbelebt haben – aus den Stallgebäuden wurden Ferienwohnungen, aus dem großen Garten hinter dem Hof ein Permakulturgarten mit Streuobstwiese. Neben Gemüse, Mensch und Bäumen, leben Hühner, Schafe, Kaninchen, Laufenten, Hunde und Katzen auf dem Hof
Soweit möglich, finden Theorieeinheiten unserer Kurse im Hofcafé statt. Der Raum ist gemütlich, hat einen Ofen, einen Beamer und bietet ganzjährig Platz für Kursgruppen. Das Café wird im Sommer regulär betrieben und folgt dem Prinzip „From Garden to Table”: Was auf den Tisch kommt, stammt in weiten Teilen aus dem eigenen Garten und von den Streuobstwiesen des Hofes.
Hinter der großen Scheune liegt die Streuobstwiese – ein Stück gewachsene Kulturlandschaft, das schon bestand, als die Familie Thomas den Hof übernahm. Damals befanden sich dort ein alter Walnussbaum und ein sehr betagter Birnbaum. Die Walnuss steht bis heute: geschätzt achtzig Jahre alt, mit einem Kronendurchmesser von rund fünfzehn Metern. Seither wurde behutsam weitergepflanzt. Heute wachsen auf dem Hof nahezu vierzig verschiedene Obstarten und -sorten – Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Kirschen, Quitte, Aprikose, Pfirsich, dazu Wildobst und Beerensträucher. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf alten und regionalen Sorten: Über den Kontakt zu Jürgen Sinnecker, dem „Apfelmann” aus Zehdenick und Träger des Oberdieck-Preises des Pomologen-Vereins, kamen Edelreiser regionaler Apfelsorten auf den Hof, die dort veredelt und ausgepflanzt wurden – darunter der Zehdenicker Landapfel und der Schöne vom Wiesengrund.
Vor ein paar Jahren kam eine kleine neue Streuobstwiese mit zwölf Bäumen dazu, auf der auch die Schafe des Hofes weiden. Damit steht auf dem Gelände die gesamte Spanne zur Verfügung: frisch gepflanzte Bäume im Erziehungsschnitt, Bäume in der Aufbauphase, ausgewachsene Bäume im Erhaltungsschnitt und der Altbestand. Klein Mutz und die Umgebung von Zehdenick liegen auf einer Lehmlinse. Statt der für Brandenburg typischen Sandböden haben wir hier schwere, lehmige Böden – mit spürbaren Folgen für Wuchsverhalten, Wasserversorgung und Standortwahl. Wer sonst nur märkischen Sand kennt, sieht deutlich, wie stark der Standort das Wachstum prägt.
Über die guten regionalen Kontakte des Hofes steht uns eine weitere Fläche zur Verfügung. Zwei Dörfer weiter bewirtschaftet ein Förster rund 600 Hektar Wald sowie angrenzende Ackerflächen. Auf einer dieser Flächen pflanzt er seit fünf Jahren konsequent Obstbäume – etwa zwanzig pro Jahr, mit Wuchsschutz versehen und regelmäßig gewässert. Die Bäume wachsen entsprechend gut. Für unseren Jungbaum-Intensivkurs ist das eine hervorragende Ausgangslage: eine ganze Fläche junger Bäume im entscheidenden Alter, mit entsprechendem Pflegebedarf.
Unser Ausbilder Marco Bartsch kam 2021 als Werkstudent auf den Thomashof, um im Rahmen eines geförderten Innovationsprojektes den Garten nach den Prinzipien der Permakultur zu gestalten. Aus dem Projektjahr wurde eine dauerhafte Zusammenarbeit – bis heute betreut er den Garten und die Obstbaumbestände des Hofes. Er hat einen Bachelorabschluss in Ökologischer Landwirtschaft und Vermarktung und ist zertifizierter Baumwart der Schule für Obstbaumpflege.
Gemeinsam mit ihm gibt Franziska Dettmann die Kurse auf dem Hof. Sie hat ihre Obstbaumwart-Ausbildung beim Pomologen-Verein absolviert und ist auf dem Thomashof für Organisation und Betriebsabläufe zuständig. Die beiden bieten seit zwei Jahren gemeinsam Schnitt- und Veredelungskurse am Hof an – Jungbaum, Altbaum und Veredelung. Auch die Hofbesitzerin Heike Thomas trägt die Kurse aktiv mit. Ihr Interesse an fachlich guter Obstbaumpflege ist einer der Gründe, warum die Bestände hier so vielfältig sind – und warum der Hof für uns als Kursort so gut funktioniert.
Besonders schön ist, dass die Obstbäume am Thomashof auch in Nutzung sind. Es wird jedes Jahr Saft gepresst, es entstehen Marmeladen, Gelees, Liköre und Tees, aus den Walnüssen des alten Baumes wird Öl kaltgepresst. Seit 2023 gibt es zudem einen eigenen Apfelwein – das „MutzerGold”, geerntet in Klein Mutz und gekeltert auf dem Gutshof Kraatz in der Uckermark. All das findet sich im kleinen Hofladenregal in den Räumen des Hofcafés.
Praktisches
Lage: Klein Mutz, Ortsteil von Zehdenick, Landkreis Oberhavel. Aus Berlin ist der Hof gut in etwa einer Stunde mit dem Auto zu erreichen.
Übernachtung: Auf dem Hof gibt es sechs Ferienwohnungen in den ehemaligen Stallgebäuden. Für Kurse, die über mehrere Tage gehen, oder für eine längere Anreise ist das eine komfortable Lösung – Kursort und Unterkunft liegen dann direkt beieinander.
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Ihr könnt die einzelnen Orte antippen, für weitere Informationen.
Während der Kurse könnt Ihr natürlich am einfachsten direkt auf dem Thomashof übernachten.
Thomashof
Alter Anger 8
16792 Zehdenick
Preise (stand 01.09.2026)

Wir schicken euch vor jedem Kurs eine E-Mail mit dem Treffpunkt. Der hier angegebene Ort, die nur der Orientierung